Tiyamike, ein Opfer der Meningitisepidemie 2002. Die Mutter hält etwas von der abpunktierten Flüssigkeit um das Rückenmark. Diese ist trüb, das zeigt die Meningitis.

So ging es weiter..

Tiyamike erhielt Infusion mit dem Antibiotikum Ceftriaxon über 2 Wochen. Ausserdem sieht man, dass Norbert Heinrich zu diesem Zeitpunkt noch eine andere Haarfarbe hatte. Danach...
Nach 2 Wochen war Tiyamike wieder gesund. Ob sie wegen der Entlassung aus dem Krankenhaus so traurig war? Wohl eher keine Lust auf Photos gehabt...

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Die Behandlung für Kachepa kostet derzeit etwa 200 €, und für seine Mutter 180 € pro Jahr. Schliessen
Die kleinsten Patienten für unsere Sauerstoffmaschine: neugborene Zwillinge, einer davon mit vorübergehender Atemnot

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Ein kleines Baby bekommt eine Spritze wegen Malaria. Leider werden in Kapiri die meisten Medikamente nicht intravenös, sondern bisher als Spritze intramuskulär gegeben.
Die Patienten, meistens Kinder, bekommen so oft mehrere Spritzen pro Tag. Wir wollen jetzt Infusionskanülen finanzieren, die in der Vene belassen werden können. So können die Medikamente ohne Stechen gegeben werden. Das Personal wird dazu von uns angelernt.

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Unterstützerkreis Missionskrankenhaus Kapiri e.V.

Unseren Verein gibt es seit dem Jahr 2000. Damals waren Eva Prechtl und Norbert Heinrich, zwei Medizinstudenten, zu einem Praktikum in Kapiri. Nach der Rückkehr beschlossen sie, das Krankenhaus bei seiner guten Arbeit für die Menschen in Malawi weiter zu unterstützen.
Mittlerweile sind aus den Studenten Ärzte geworden. Auch die Untersützungsarbeit hat sich sehr gelohnt. Wir haben viele großzügige Spenden bekommen, und konnten einiges damit bewegen.

Wir helfen aber auch persönlich, nicht nur mit Geldspenden. Einige von uns reisen immer wieder nach Kapiri, um dort mitzuarbeiten. Die Reisekosten zahlen sie natürlich aus eigener Tasche. Das steht auch so in der Vereinssatzung.

Durch ehrenamtliche Arbeit halten wir die Unkosten niedrig. 2004 lagen sie bei 2,4% der Einnahmen. 97% kommen also bei den Patienten an. Was damit passiert, erfahren Sie auf dieser Seite. Wenn Sie helfen wollen, klicken Sie hier.

Norbert Heinrich
1. Vorsitzender
29 Jahre, Kinderarzt in Weiterbildung.
Stefan Lorenz
 Kassier
30 jahre, Arzt in Weiterbildung (Anästhesie)

Überzeugen Sie sich selbst:

2002 - die Hungersnot

Im Jahr 2002, dem Jahr der großen Hungersnot, begannen wir mit unseren Diavorträgen. Norbert Heinrich reiste nach Malawi, und konnte mit dem gesammelten Geld ein Landwirtshaftsprojekt unterstützen, das den verarmten Familien wieder auf die Beine helfen soll.

Unterstützt wurde damals der Kauf von Dünger, um kurzfristig wieder Mais selbst produzieren zu können. Ein Wechsel zu anderen Feldfrüchten wird angestrebt. Mehr zu diesem Projekt hier.


Ausserdem finanzierten wir eine größere Menge chirurgische Instrumente und Nahtmaterial .

Norbert Heinrich hielt in diesem Jahr den ersten Ultraschallkurs, und eine Fortbildung über Antibiotika neben der Arbeit in Kapiri ab.


Stephan Necknig
Schriftführer
29 Jahre, Staatsanwalt
Extrem mangelernährtes Kind infolge der Hungersnot 2002. Das darf nicht mehr vorkommen.
2003 - Medikamente gegen Meningitis

Das AIDS - Projekt wächst

2003 erlebten wir in Kapiri eine Meningitisepidemie. Viele schwerkranke Kinder und Erwachsene kamen zu uns, und viele davon starben.
Unser Verein hat einige Medikamentenlieferungen finanziert, die das Krankenhaus für seinen Betrieb brauchte. Darunter war ein neues Antibiotikum (Ceftriaxon), das vorher in Kapiri nicht zur Verfügung stand, und zur Behandlung von Meningitis besonders geeignet ist.

Zusätzlich konnten wir das wachsende AIDS - Programm mit ausreichenden Mengen des Standard-Anti-HIV-Medikaments für 110 Monate unterstützen.

Die zwei alten Sauerstoffgeräte in Kapiri hatten ihren Geist aufgegeben und mussten ersetzt werden: eine neue Maschine zur Unterstützung bei Atemnot kauften wir 2003.


Ceftriaxon, das von unseren Spendern finanzierte Medikament.
2004 - Hoffnung für viele AIDS -Patienten

Die Zahl der AIDS - Patienten mit schweren Komplikationen in Kapiri steigt. Gleichzeitig steigen die Behandlungsmöglichkeiten. Um AIDS-Therapien ordnungsgemäss beginnen zu können, und die Therapieerfolge überwachen zu können, kauften wir mit viel Unterstützung von Privatleuten und anderen Verbänden eine Maschine zur Zählung der T-Helferzellen im Blut.
Vorher war es für die Patienten nötig, nach einer langen Wartezeit in die Hauptstadt Lilongwe zu fahren, um dort für eine hohe Gebühr (1500 Kwacha, = 11 €) diese Untersuchung durchführen zu lassen. Die meisten Menschen in Kapiri konnten sich das nicht leisten.
Unser Gerät ist das zweite in der ganzen Central Region (1/3 des Landes), andere Krankenhäuser schicken schon ihre Patienten zum Testen nach Kapiri. In Kapiri selbst konnten alleine zwischen Juni und August 30 Patienten neu in das AIDS - Behandlungsprogramm aufgenommen werden.


Gleichzeitig konnten wir die AIDS - Medikamente für Kinder kaufen. Kinder werden meistens bei der Geburt von der Mutter infiziert, und sterben unbehandelt allermeist in den ersten Lebensjahren.
Mit der Verfügbarkeit des Laborgeräts waren die Voraussetzungen für eine Therapie bei Kindern geschaffen. Norbert Heinrich schulte das Personal, und im Juni begann das Programm mit Kachepa (8 Monate), dem ersten und jüngsten Patienten.
Nach dem derzeitigen Stand muss die Behandlung lebenslang fortgeführt werden. Die Behandlung kann das Leben deutlich verlängern, eine Höchstgrenze ist derzeit noch nicht bekannt. Wir hoffen, dass "unsere" Kinder mit der Behandlung so lange stabil bleiben, biss sie von neuen Entwicklungen profitieren können.
Gleichzeitig mit den Kindern werden auch die Mütter und Väter behandelt, wenn die Erkrankung bei ihnen schon entsprechend fortgeschritten ist. So wird gewährleistet, dass die Familie noch einige Zeit intakt bleibt.
Gleichzeitig haben wir die Behandlungsmöglichkeiten erweitert: AIDS-Kranke haben in Malawi häufig Tuberkulose. Die Standardmedikamente für beides können aber wegen Wechselwirkungen nicht kombiniert werden, so dass wir ein anderes AIDS-Medikament (Efavirenz) gekauft haben, um auch diese Patienten gut behandeln zu können. Das ist nötig, da Tuberkulose bei AIDS-Patienten eine häufige Todesursache ist.
Zusäztlich haben wir zwei Absaugpumpen für Drainagen gekauft, und eine zweite Sauerstoffmaschine.
Ausserdem sollen jetzt die Medikamentengaben auf Infusionskanülen umgestellt werden. Bisher werden alle Spritzen intramuskulär gegeben (Bild). Damit wurden die Patienten bisher 3-4x täglich gestochen. Martina Henke, eine Kinderkrankenschwester, war in Kapiri und hat das Personal angelernt. Seiher kaufen wir Injektionskanülen.

Norbert Heinrich hielt den zweiten Ultraschallkurs, und einige weitere Fortbildungen.


Mr Dindi, der Labortechniker, mit dem neuen Gerät. Bis das soweit war... Hier
Kachepa, der erste unserer Kinder-AIDS-Patienten. Offenbar schmeckt ihm die Behandlung. Seine Mutter wird natürlich mitbehandelt.
Lesitha, die infolge von AIDS an einer Eiteransammlung in der Brusthöhle litt. Das Photo zeigt sie, nachdem der Eiter mit einer Drainage entfernt wurde. Antibiotika und AIDS-Therapie werden sie hoffentlich stabilisieren.
2005 - ein Röntgengerät für Kapiri?

In diesem Jahr fragte Mr Malola aus Kapiri, der das Kinder-AIDS-Programm betreut, bei uns an, ob wir zusätzliche Patienten einschließen könnten. Mittlerweile sind die Medikamente für etwa fünfzehn neue Kinder in Kapiri eingetroffen, von unseren SpenderInnen bezahlt. Zudem muss wieder Verbrauchsmaterial für unser Laborgerät finanziert werden.
Derzeit haben wir genug Mittel, um an den Kauf eines Röntgengeräts zu denken. Dieses würde die Diagnostik bei Tuberkulose sehr erleichtern, die bisherige Methode erkennt wohl nur etwa 30% der Erkrankten. Mit einem Röntgengerät könnten wir vielen zusätzlichen Patienten, die sonst nur noch weiter husten und andere anstecken, die Tuberkulosetherapie ermöglichen.

Derzeit fehlen noch etwa 8000€ für den Kauf. Wir hoffen auf großzügige Spenden...

- 2006 - 2007 - ....

Hier ist noch viel Platz für die Zukunft. Mit ausreichender Unterstützung schaffen wir es sicher,

  • das Kinder-AIDS-Projekt fortzuführen und zu erweitern,
  • die Reagenzien für die Labormaschine weiter zu finanzieren.

Dazu halten wir die Unkosten auf unserer Seite niedrig (2003 lagen sie bei 2% der Einnahmen). Geräte und Medikamente kaufen wir bei Hilfswerken für Dritte-Welt-Länder, die niedrige Preise bei gesicherter Qualität bieten (IDA, Action Medeor, und AIDS-Medikamente bei CIPLA).

Dafür werben wir um Ihre Untersützung. Sei es durch aktive Mitarbeit oder Spenden, alle Beiträge helfen den Menschen in Kapiri.

Vielen Dank für Ihr Interesse!